über mich

Mein Name ist Norbert Roeglin.

Seit vielen Jahren widme ich einen Teil meiner Freizeit der Fotografie. Soweit ich mich erinnern kann, gab es in meinem Elternhaus zunächst keinen Fotoapparat. Das änderte sich als mir meine Tante im zarten Alter von etwa 8 Jahren eine Pouva Start schenkte (Neupreis = 16,50 M). Kann sich noch jemand an diesen Apparat erinnern? Damit knipste ich, solange meine Eltern für (Roll)-filmnachschub sorgten, bis vorerst andere Interessen die Oberhand gewannen. Bilder aus dieser Zeit habe ich leider keine mehr. Der Vater meines Schulfreundes nahm uns hin und wieder mit in sein Fotolabor und brachte uns bei, wie man Filme entwickelt und Vergrößerungen herstellte. So brach die Begeisterung für die Fotografie nie ganz ab. Vom ersten nennenswerten Facharbeiterlohn schenkte ich mir eine Zenit E, eine sowjetische Kamera mit einem Grotten-schlechten Objektiv – soweit ich mich erinnere. Allerdings war dieser Apparat, neben der Exa, so ziemlich die einzige Spiegelreflexkamera im Angebot des DDR-Fotofachhandels, die für mich finanziell erschwinglich war. Und sie hatte gegenüber der Exa bereits ein fest eingebautes Pentaprisma. Zudem erstand ich damals ein Vergrößerungsgerät aus tschechischer Produktion und diverses Laborzubehör. Das fensterlose Bad meiner Eltern diente als zeitweilige Dunkelkammer. Denn eines war für mich von Anfang an klar: Wenn Fotografie, dann nur über die “totale” Kontrolle aller Phasen des Bildentstehung. Die Zenit wechselte jedoch schon bald wieder ihren Besitzer.

Die Geburt meines ältesten Sohnes nahm ich zum Anlass mir dann doch lieber eine EXA 1c zuzulegen und irgendwann reichte auch das Ersparte für eine erste gebrauchte Praktica. Ich weiss es nicht mehr ganz genau, aber ich glaube, es war eine MTL5. Diese “verwandelte” sich jedoch schon wenig später in eine nagelneue Praktica BC 1 – sicher eine der Kronen der Kleinbildfotografie in der DDR. Anlässlich eines überraschend genehmigten West-Besuches im Jahre 1988 und Dank der großzügigen finanziellen Unterstützung meiner Verwandten in der Bundesrepublik erwarb ich bei KARSTADT in Essen für meine Praktica ein Telezoom-Objektiv (Gewinde M42). Ich wusste bis dato nicht, dass in der DDR solche Objektive überhaupt gefertigt wurden. Sie wurden (!) – wie mir dort in der Vitrine des Kaufhauses deutlich vor Augen geführt wurde! Man sah sie jedoch – zumindest als normal Sterblicher – nie im volkseigenen Einzelhandel. In der Bundesrepublik führten sie wohl eher ein Exoten-Dasein und der Verkäufer freute sich sicherlich, mir sein Exemplar verkaufen zu können.

Müßig zu erwähnen, dass ich s/w-Bilder und Dia-Filme selbst entwickelte bzw. vergrößerte. Mangels eines extra Raumes teilte ich mir den hinteren Teil unseres super langen Korridors ab und wenn das Kind im Bett und meine Frau im Wohnzimmer war, ging es los. Es gibt da so manchen kuriosen Moment, in dem meine Frau mal dringend den Raum wechseln musste, das Bild aber gerade im Entwickler lag … Selbst an Farbaufnahmen und -vergrößerungen habe ich mich kurzzeitig versucht. Jedoch waren die Ergebnisse, die ich auf den “Schweinehäuten” – so nannte ein Kollege das Farbpapier aus dem RGW – erzielte, alles andere als beglückend.

Dann Ende 1989 kam zum Glück alles ganz anders. So “wandelte” ich 1991 meine Praktica BC1 (gegen enormen Wertausgleich, versteht sich) bei einem ehemaligen (West)-Berliner Fotohändler gegen meinen langjährigen Traum, eine Nikon F801s. Diese und zwei Zoomobjektive von SIGMA (28-70 mm; 70-210 mm) begleiteten mich durch die gesamten 90er Jahre bis hinein ins neue Jahrtausend. Mein bevorzugter s/w-Film war damals der Delta 400 von ILFORD. Ansonsten nutzte ich vor allem Farbnegativ- und -diafilme von Kodak. Plötzlich war alles so schön bunt hier :-)

Eine Zeit lang ”betrieb” ich noch mein heimisches Fotolabor, aber allmählich wurde mir klar, dass es nun zwar alles gab, was das Fotografenherz erfreute, dass sich der Markt aber eine Leidenschaft teuer bezahlen lässt. So wanderten die Dinge mehr und mehr in den Keller. Zur Filmentwicklung und zum Fotoprint nahm ich mehr und mehr die Dienste von Drogerieketten in Anspruch. Nicht befriedigend, aber es gab ja damals schon erste Scanner und auch diverse Bildbearbeitungsprogramme.

Anfang 2004 begann für mich das durchweg digitale Zeitalter der Fotografie. Zunächst mit der Canon 300D. Dann kam eine 350D, eine 400D, die heute mein älterer Sohn vorrangig nutzt, und schließlich die Canon 7D.

Einige Ergebnisse möchte ich gern auf diesen Seiten präsentieren.